State of Art

 

Edel- oder Mineralputze machen ihrem Namen alle Ehre, denn mit ihnen kann eine Bauteiloberfläche zum echten Blickfang werden. Und mit welchen Effekten ein Innen oder Aussenraum auf seine Betrachter wirkt, haben die Planer und die Handwerker  selbst in der Hand. Es gibt eine Vielzahl von Methoden und Hilfsmitteln, mit denen sich die Oberfläche der mineralischen Putze attraktiv gestalten lässt. So bietet das Material viele Möglichkeiten für individuelle Wünsche, auch in der Farbwahl (vorzugweise mit Keim’schen Silikatfarben oder Silikatlasuren). Denn für die dekorative Gestaltung steht eine breit gefächerte Struktur- und Farbpalette zur Verfügung. Hier können verputzte Aussenisolationen oder Innenwände farbliche und gestalterische Highlights setzen: eindrucksvoll, individuell oder dezent. Besonders ansprechend macht eine Fassade aus mineralischem Putz ( Sarna-Granol ) und einem Silikatanstrich (Keimfarben)  ihre lebendige Wirkung: Die kristalline Struktur der Oberfläche macht es möglich, dass das einfallende Sonnenlicht reflektiert oder gebrochen wird. So entstehen im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten unterschiedliche, in jedem Fall aber einmalig natürliche Eindrücke.

Stand der Deck -oder Oberputzstrukturen 2012

 

 

 

Rosteffekte

Immer wurde Architektur und Design durch Oberflächen verändert, manipuliert, ästhetisiert und teilweise  synthetisiert. Architektur wird zwar auch über ihre Oberflächen vermittelt und darin erhalten diese dieselbe Wertigkeit,  wie die dreidimensionale Form der Architektur selbst. Dieses historische Faktum gilt auch heute.  Renzo Gregori (tätig für Sarna-Granol  AG und Keimfarben AG)  hat sich neben dem Haupttätigkeitsfeld als Fach-und Projektberater  darauf spezialisiert, zeitgenössische Architektur durch hochwertige, erzählreiche Oberflächen zu entwickeln, zu beraten und zu devisieren.

Diese Vielfalt sowohl in der Ästhetik als auch im handwerklichen machen sich die Sarna-Granol  AG und Keimfarben AG für die Entwicklung neuer Systemoberflächen zu nutze und setzen diese in ihre Syteme um ( .

Dadurch können verputzte Bauteile in ihrer Charakteristik differenziert vermittelt, verstärkt und in Folge hoher atmosphärischen Haptik geschaffen werden, in denen sich die Bauherren, Architekten und Designer in die Materialität eintauchen und fasziniert werden.

Ein Highlight dafür ist der, vom rosteten Kortenstahl inspirierten Sandstein-Deckputz.

http://www.sarna-granol.ch/userfiles/file/Kompaktsysteme/de/Sandstein-Deckputz.pdf

Dieser von l10mm.ch speziell entworfene Putz, kann im Innenraum sowie im Aussenraum und auf verputzte Aussenwärmedämmungen in Absprache mit der Sarna-Granol AG appliziert werden .

 

Alles andere als Unsinn

Verputze, Farbanstriche und Emotionen sind eng verknüpft. Optische und haptische Qualitäten definieren nicht nur Oberflächen, sie berühren auch die Seele, wecken Empfindungen, Leidenschaften. Wenige Unternehmer, Berufsverbände, Architekten, Bauherren und Designer wissen um die expressive Qualität eines Werkstoffes und nutzen das emotionale Potenzial – beispielsweise von verputzen oder gestrichenen Bauteiloberflächen.

Unser sensitives Wahrnehmen ist die Kunst, die Welt um uns herum anders und tiefgründiger als im Alltag zu entdecken und dadurch in einem neuen Licht wahrzunehmen. Vom ersten Augenblick an versuchen wir Gestalter, die Fülle der Eindrücke, die unsere Augen aufnehmen, den Dialog mit der Materialität zu verstehen und zu interpretieren.

Unsere Sinne und unser Gehirn leisten Außerordentliches, indem sie Farben, Bilder, Gerüche, Farbklänge, die auf uns einströmen wahrnehmen. Diese sensitive Eigenschaft bedeutet, sich dieser Fähigkeiten bewusst zu sein und sie regelmäßig einzusetzen, zu übersetzen und zu verstehen.

Diese Wahrnehmung offenbart uns,  als Oberflächengestalter in der Architektur und kann so unsere Betrachtungsweise in ein neues Licht rücken zu lassen. Die haptische Wahrnehmung bezeichnet man als aktives Erfühlen von Größe, Konturen, Oberflächentextur. Durch Integration aller Sinne, der Tiefensensibilität und durch die obengenannte Sensitivität, entstehen somit architektonisch differenzierte Verputz-  und Farboberflächen.

 

Sarna-Granol Rauputz 2mm, Design by Renzo Gregori

Sarna-Granol Raputz Mineral 2mm

Entworfen von Renzo Gregori

Sarna-Granol Armiermörtel neu, als Besenstrich mit Keim Granital Gold verdünnt

 

Eine Betrachtung mit Leidenschaft

Kratzputz ist der hybride unter den Deckputzen. Seine Eigenschaften machen ihn zum besonderen und auch wirtschaftlichen Putzoberflächen. Auch in der Nicht-Kratzputzherstellenden oder -verarbeitenden Branche wird die  Bezeichnung „Kratzputz“ sehr oft offenbar als Zeichen der Qualität vergewaltigt, in dem der ganz normale marktübliche Fertigputzen mit Attributen wie Kratzputzstruktur kratzputzähnliche Struktur“ oder gar organischer Kratzputz (Caparol) bezeichnet wird.

 

Diese Denomination  grenzt an Irreführung der Kunden und Verarbeiter. Sie zeigt jedoch, dass offenbar viele vollpastöse Deckputze gerne ein Kratzputz sein würden. Was hat es also auf sich mit dem Edelkratzputz, dass viele zwar von ihm sprechen, aber nur wenige ihn richtig kennen?

Struktur und Aussehen

Wie keine zweite Putz- Art weist diese Kratzputz-Variante ( Auf einem Sarna Granol System K5 und K6) eine offene natürliche Struktur auf. Bedingt durch den namensgebenden Vorgang des Kratzens der Oberfläche wird eine einzigartige Struktur erreicht, bei der die Körnung und die Pigmente des Putzes und der Keim’schen Design-Lasur offen an der Oberfläche liegen.

Während bei anderen  Deckputzen die Körnung und das Pigment von einem Bindemittelfilm umgeben ist und so ein quasi gestrichener Eindruck entsteht, bietet der Kratzputz die Möglichkeit, unterschiedlichste Korngrößen und Arten und Farben frei an der Oberfläche zu präsentieren. So ist es auch möglich, durch farbige Körnung oder durch den Einsatz des im Sonnenlicht glitzernden Minerals Glimmer faszinierende Bauteiloberflächen zu gestalten.

Der Mehrwert dieser Kratzputz-Variante

Das außergewöhnliche Erscheinungsbild einer Kratzputzfassade alleine würde schon die Mehrkosten gegenüber einem Fertigputz rechtfertigen. Aber es gibt noch mehr!

Der kalkzementgebundene Edelkratzputz ist wohl der mineralischste aller Putze im schweizer Markt. Er enthält als Hauptbindemittel Weißkalkhydrat, dazu noch eine geringe Menge Weißzement zur Erzielung einer frühen Festigkeit. Wir sprechen also hier gemessen an der SIA Norm von einem wirklich mineralischen Putz für die Innen- und Aussenflächen mit nachprüfbaren Eigenschaften und nicht von einer an den Haaren herbeigezogenen Auslegung des Wortes „ mineralisch“ ( * siehe Anhang).

Der standhafte und langlebige Putz

Kein anderer Putz hält länger und hat einen geringeren Wartungsaufwand als ein Edelkratzputz. Der Grund hierfür ist ein Effekt, der von vielen Bauherren anfangs bemängelt wird, nämlich das Absanden oder gering thermoplastische Oberfläche der Silikat-Lasur. Durch die offene Struktur des Putzes wird immer wieder im Laufe der Bewitterung der Schwebestaub-Schmutz von der Oberfläche abgewittert. Der viel diskutierte und in der Praxis offenbar nicht funktionierende Lotuseffekt ist im Sarna- Granol AquaROYAL / mit Keim’scher Design-Lasur mit eingebaut.

Ein Edelkratzputz widerspricht mit seiner hohen Resistenz vor Algen- und Pilzbefall auch den Theorien, die eine möglichst glatte und wasserdichte Oberfläche als Schutz vor Mikroorganismen fordern  . Mit seiner porösen und im beschränkten Umfang wasseraufnahmefähigen Oberfläche müsste er eigentlich immer schwarz oder grün sein. Dass er es nicht ist, liegt wohl daran, dass das Wasser von der Oberfläche abtransportiert wird und sich nicht in schädlicher Weise an der Oberfläche konzentriert. Bei geeigneter Witterung erfolgt dann die Austrocknung, die um ein Vielfaches schneller ist als bei organischen Putzen. Wenn glatte und wasserdichte Oberflächen die Lösung für dieses Problem wären, dürfte es keine veralgten Fensterscheiben -/ und rahmen, Straßenschilder oder Geländer geben.

Ein weiterer Punkt, der hochgedämmte Kratzputzfassaden „unanfälliger“ für Bewuchs macht, dürfte darin liegen, dass die Putzschicht eine drei- bis vierfach größere Masse aufweist als herkömmliche Dünnschichtsysteme. Das dadurch bedingte deutlich höhere Wärmespeichervermögen verzögert die sonst übliche starke Auskühlung der Putze in der Nacht. Der Feuchteanfall auf der Putzoberfläche wird somit vermindert. So wird auf „natürliche“ Weise das verhindert, was sonst nur mit bioziden Zusätzen möglich ist. Wobei Kalkhydrat auf Grund seines hohen pH-Wertes auch ein Biozid ist.

Der preiswerte Putz

Bei organisch gebundenen Putzen muss zur Algen- und Pilzvorsorge die regelmäßige Behandlung mit Biozid eingestellten Anstrichen miteinkalkuliert werden, die mindestens die gleiche Größenordnung hat.

Im Endeffekt (und nachhaltig auf  lange Sicht gesehen) ist ein Kratzputz also eine preiswerte Lösung.

Objekt:                Überbauung Lidostrasse, Unteraegeri

Architekt:              Cometti Truffer  Architekten,  6004 Luzern

GU:                       Allreal Generalunternehmnug, 8050 Zürich

Unternehmer:       Halter & Colledani AG, 6060 Sarnen

 

Kratzputz auf Verputze Aussenisolation:

Systemaufbau SARNA-GRANOL AQUA ROYAL- Kratzputz / System K5 EPS 030 GR Dünnschicht/ mineralisch:

Untergrund (rohes Mauerwerk Beton o. Backstein)

Klebe- und Eibettmörtelmörtel mit Grauzement

Wärmedämmplatte  K5 EPS 030 GR , Polystyrol-Hartschaumplatte formgeschäumt, ofenausgelagert, 0.030 W/mK, schwerbrennbar, BKZ 5.1, d=160mm

Einbettmörtel (Grundputz), d=5mm -  mit Besen horizontal stark aufgeraut

Armierungsgewebe im äusseren Drittel liegend

SARNA-GRANOL Rauputz Mineral 2-3 mm VA mit Glimmerzuschlag

Auftragsstärke 6-8 mm, nach dem leichten erhärten mit Kratzigel gekratzt

 

Minerallasur:

SARNA-GRANOL  Rauputz Mineral 2-3 mm VA mit Glimmerzuschlag nach ca. 2 Wochen Erhärtungszeit  mit Keim Spez. Fixativ konsolidieren/ fixieren.

Keim Design- Lasur (nach Wahl/ NCS oder RAL sowie Haustöne)  im ersten Arbeitsgang mittels Airless oder der gleichen lasieren.

Keim Design -Lasur ( nach Wahl/ NCS oder RAL sowie Haustöne) im zweiten Arbeitsgang mittels Airless oder der gleichen lasieren und Starshine- Effekte applizieren

Starshine- Effekte mittels Keim Spez. Fixativ fixieren.

 

 

PS :

* Anhang:

Demnach wäre ein Kunstharz- oder ein  Silikondeckputz auch ein mineralischer Putz, da die Körnung mineralisch ist und auch das Kunstharz aus Mineralöl gewonnen wird

(Zitate von gewissen Systemherstellern  )

 

Auf zur Strukturreform

Jeder Verputz weist eine Oberflächenstruktur auf. Leider ist durch die Industrialisierung der Verputzherstellung (vor allem bei den  Kunststoff, -Silikon, Silcanova, Nanopor-Putzen)  Etos, Tradition, Bewusstsein und die Gestaltungsmöglichkeiten der Oberflächenstrukturen weitgehend kastriert worden.  Keineswegs können wir nun auch die Fachverbände und die grossen Systemhalter im deutschsprachigen Raum loben. Diese sind paritätisch für den Untergang des Handwerks und für den Verkauf geistloser Deckputze verantwortlich und unterstützen die materialisierte „Geiz ist Geil- Haltung“ unserer bauenden Gesellschaft.

Der Facettenreichtum der mineralischen Edelputzen ist jedoch enorm. Durch die Beigabe des baustellenörtlichen Wassers, durch die gegebene Grösse und Art des Gesteinskorns im Verputz und durch die traditionellen Handwerkstechniken, können die Ergebnisse massgeblich beeinflusst werden. Und dies ohne die Systemgarantien zu verletzen.

Es bleibt nun eine spannende Frage wie sich in Zukunft die
Verputzhersteller, die Verarbeiter, die Fachverbände und die Architekten
einander angleichen mit dem Ziel, Bauteiloberflächen differenziert und
nachhaltig zu gestalten…………….

Bilder unten:

Entwürfe mit AquaROYAL Rauputzen  der Sarna Granol AG mit Keim’schen Silikatanstrichen für das Architekturbüro  Herzog & de Meuron Basel.

Sarna Granol AquaROYAL Edelputze

Vertikal

 

 

Wohnüberbauung Dorenbach in Luzern; Alte Putztechnik neu entdeckt

Europaweit einzigartig!

Die Wohnüberbauung Dorenbach in Luzern ist ein Beispiel für das gute Zusammenspiel zwischen Bauherrschaft, Architekten, Generalunternehmer, Handwerker und Beteiligten aus der Industrie. Wo miteinander gesprochen und argumentiert wird, entsteht potentieller Raum für aussergewöhnliche Resultate. Beim Wohnprojekt am Dietschiberg setzte sich eine besondere Fassadengestaltung durch – ein Putz, der mit einer horizontal verlaufenden, groben Rillenstruktur und mit einem extra für diesen Zweck angefertigten Werkzeug verarbeitet wurde.

Die neue Wohnüberbauung «am Dietschiberg» steht an einmaliger Lage an erhöhter Lage in Luzern mit Blick auf Berge, See und Stadt. Der besondere Ort verpflichtet die Architekten Scheitlin Syfrig und Partner, sich einerseits mit der berühmten Luzerner Stadtsilhouette auseinander zu setzten und anderseits jedem Bewohner einen bestmöglichen Ausblick auf die grandiose Umgebung zu gewähren. Die senkrecht zum Hang stehenden kubischen Baukörper gliedern sich in auskragenden Balkonschichten, eingeschnittenen Dachloggen und in das Volumen integrierten Einstellhallensockel. Die ausgeprägte zinnenartige Loggiaschicht über vier Geschosse an der Südfassade ist ein Bauteil, das am Südufer der Luzerner Bucht Tradition hat und gleichzeitig die gesamte Überbauung von neun in einer Reihe stehenden Häusern rhythmisiert.

Künstlerisches Farbkonzept

Das erste und letzte Haus ist dabei durch seine Funktion und Lage leicht anders, jedoch mit den gleichen Bauteilen gestaltet. Die sieben dazwischen liegenden Gebäude sind nach aussen identisch und unterscheiden sich teilweise nur durch unterschiedliche Grundrissaufteilungen. Und dennoch erhält jedes Haus eine individuelle Note: Künstler Charlie Lutz hat ein Farbkonzept erarbeitet, das die skulpturale Erscheinung der Häuser mit verschränkten Kuben und ausgeschnittenen Volumen durch gezielte Farbinterventionen verstärkt erscheinen lässt. Die Farbabfolge über die neuen Häuser ist dem goethischen Farbkreis entnommen – jedoch nicht in der Farbreihenabfolge, was zu einer Regenbogenfarbe geführt hätte, sondern immer komplementär zur vorangehenden Farbe. Damit sich die Bewohner nicht mit einer zu starken Farbe in den Balkonen konfrontiert sehen, sind die Farben dort bewusst «aufgeweicht» worden. Auf den Stützmauern bei den Eingängen und in den Treppenhäusern wurden jedoch satte Farben angewendet.

Grobe Strukturputze wieder im Aufwind

Eine besondere Aufmerksamkeit gebührt der Verputztechnik. Die in den letzten Jahren von den Architekten geforderten möglichst glatten Verputzoberflächen scheinen ein Ende zu haben. Man besinnt sich wieder auf alte Putztechniken wie zum Beispiel Kratz- oder Strukturputz. Zwar sind mit den heutigen Konstruktionsweisen im Zusammenhang mit verputzten Aussendämmungen die Möglichkeiten bei der Putzverarbeitung noch eingeschränkt. Die Lieferanten und Unternehmer von verputzten Aussendämmsystemen sind aber gewillt, dass mehr als nur ein 1.5mm-Abrieb auf die Fassade appliziert werden kann. So konnte auch bei der Wohnüberbauung am Dietschiberg in enger Zusammenarbeit zwischen den Architekten, dem Systemlieferanten Sarna-Granol, den Keimfarben und dem Unternehmer MVM eine Putzfassade entwickelt werden, die hohe architektonische und handwerkliche Qualität aufweist. Bis die von den Architekten gewünschte murale und massive Erscheinung der Gebäude erreicht wurde und die Bauherrschaft und Generalunternehmung von der Idee überzeugt werden konnten, mussten viele Abklärungen und Bemusterungen durchgeführt werden. Man probierte verschiedene Techniken aus, stempelte den Putz oder bearbeitete diesen in verschiedene Richtungen; man baute extra Werkzeuge, damit das Strukturbild des Putzes schliesslich den Vorstellungen voll entsprach. Auch diskutierte man über Qualitätssicherung bei der von der Bearbeitung abhängigen Struktur. Die zuletzt sichtbare handwerkliche «Handschrift» des Arbeiters war ausdrücklich erwünscht. Die plastischen Formen des Dietschiberghügels, zusammen mit den skulptural massiven Baukörpern und dem leichten Spiel der Farben, ergeben ein harmonisches, spannungsvolles Gleichgewicht.

Herausforderung des Handwerks

«Im Vorfeld der Offertphase bei der verputzten Aussenwärmedämmung wurde ich (Oskar Vonmoos, MVM AG, Anm. Red.) von Architekt Marc Syfrig kontaktiert und auf Möglichkeiten in der architektonischen Fassadengestaltung bei Verputzen angesprochen. Anhand von Skizzen wurden wir mit Verputzvarianten konfrontiert, die einen neuen und wieder entdeckten Weg für unser Handwerk bedeuten. In den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts kamen Fassadengestaltungen zur Anwendung, die gewisse Analogien zu den Vorschlägen des Architekten aufzeigten.

Die Vergangenheit ermunterte mich, neue Wege in der Verputzgestaltung zu beschreiten. Dabei galt hauptsächlich, unsere Handwerker, Fassadenisoleure und Verputzspezialisten, zu motivieren. So wundert es nicht, dass im Zusammenhang mit dem Projekt Dorenbach schon nach ersten Musterversuchen bei unseren Handwerkern Begeisterung für die Herausforderung aufgekommen ist. Dazu gehörte auch, die Systemlieferanten Sarna-Granol und Keimfarben zusammenzuführen und die entscheidende Frage der Kompatibilität zu prüfen.

Nach dieser ersten und wichtigen Phase der Abklärungen und nach diversen Bemusterungen entschieden wir uns, ein Grossmuster in Form einer Koje zu erstellen mit dem Ziel, die Partner für die Fassadenarchitektur zu sensibilisieren. Der Generalunternehmer Anliker AG wie die private Bauherrschaft mussten von der Idee des groben Rillenputzes überzeugt werden. Im Werkhof der Firma Anliker bearbeiteten wir eine Fassadenpartie von 200 m2, was nebst Kostensicherheit auch einen konkreten Eindruck der zu erwartenden Ästhetik ergab und die Beteiligten ermutigte, den Weg der besondern Fassadengestaltung mit Überzeugung zu beschreiten.

Verputzaufbau und Werkzeugentwicklung

Das Fassadendämmsystem von Sarna-Granol bildet den Untergrund. Unterputz für den Aufbau ist ein aufgerauter, gebürsteter Einbettmörtel. Danach folgt Universalputz von Keim, appliziert in zwei Lagen. Die zweite Lage erhält die Bearbeitung in der gewählten Rillenstruktur. Darauf folgen ein Grund- und ein Schlussanstrich mit einem verdünnten Fixativ. Das Werkzeug musste extra entwickelt werden. Die Glättkelle wurde mit genau bemessenen Rillen und in der richtigen Grösse gefertigt; Grösse und Rillenform wurden mit den ausführenden Handwerkern abgesprochen.

Natürlich war anfänglich eine gewisse Nervosität bei der Applikation nicht zu verleugnen. Schritt um Schritt wuchs allerdings die Routine des Teams, was zum bekannten Resultat führte, auf das wir als ausführende Handwerker stolz sind. Die Fassadengestaltung beim Objekt Dorenbach hat uns ermuntert, auch in Zukunft das Gespräch mit Architekten zu suchen und kreativ zu versuchen, neue Wege in der Putz- und Farbgestaltung zu beschreiten.»

Text Ruedi Bühlmann, Scheitlin-Syfrig+Partner; Oskar Vonmoos, MVM AG

Silber – die Farbe der übersinnlichen Fähigkeiten

Das Bauobjekt „Südpark Basel „ hat sich nun nach der Demontage des Baugerüstes auf eine ganz spezielle Weise optisch ins Gundeldingerquartier eingefügt. Die Basler Architekten Herzog & de Meuron haben ein Gestaltungsprinzip entwickelt, das die typische Ausdrucksweise der Gebäudefassaden entlang der Güterstrasse aufnimmt.
Die Besonderheit ist sicher der metallisierend gestrichene Deckputz, der die perforierte Fassade zusätzlich unterstreicht. Die Überbauung erhält damit nicht nur ein innovatives Äusseres, auch der Blick aus dem Gebäude auf das Quartier eröffnet ungewohnte Perspektiven. Der attraktiv gestaltete Innenhof rundet die Lebens- und Erlebnisqualität im Südpark ab: Als Oase zum Verweilen, als Raum für Begegnungen oder als Ort für eine Caféterrasse.

 

Fact’s:

Überbauung SüdPark , Meret Oppenheim-Strasse 40 , Basel

Herzog & de Meuron Architekten AG Basel und Proplaning AG, Basel

Unternehmen:  Stamm Bau AG Binningen

System : Sarna Granol H6 verputz-hinter üftet, Deckputz mittels einem Besenstrich strukturiert und Aluminium-Metallic gestrichen

Infos unter:

www.sarna-granol.ch / Herr Alex Kaiser
Deckputz als Besenstrich ausgebildet und silber gestrichen

Schlicht, einfach, schön

„Schlicht und einfach schön. Was ein raffiniertes Einfamilienhaus ist, zeigt sich in Beinwil am See“ schrieb die Sonntagszeitung, am 25/5/2008. Herbert Bürli, Projektleiter/Farbgestalter HDF der Firma SAA, Altbüron setzte gekonnt die gestalterischen Vorgaben von Darlington Meier Architekten AG  um. Diese verputzte Wärmedämmung weist eine dünnschichtige Netzeinbettung auf, die sehr Streiflichtbeständig appliziert wurde. Als Feinputz inszeniert sich eine Strukturmasse, die feine horizontale Pinselstriche aufweist. Als Deckanstrich flüstert eine feine Keim’sche Silberlasur die mittels einer Bürste appliziert worden ist. Das Zitat der Modelegende Oscar de la Renta ; “Seide ist für den Körper, was Diamanten für die Hand sind”, trifft hier sicher auf die letzten 10mm dieses Verputzes zu.

Lasuren; das Zusammenspiel von Licht, Malgrund und Farbpigmenten

Schichtaufbau mit metallic Effekte „Lasuren“ ist der Sammelbegriff für Farben, bei denen die farbgebenden Anteile (Pigmente) so gering sind, dass beim Bestreichen von Oberflächen keine Farbe erzielt wird, sondern höchstens eine Tönung. Die Oberflächenstruktur des Untergrundes scheint also durch, eine optische Sublime (eine dreidimensionale Wirkung wird erzeugt). Denken wir doch einmal an die Tiefe des blauen Himmels oder an die transparente Farbtiefe von Edelsteinen. Schier unerschöpflich sind dabei die Möglichkeiten, die sich dem kreativen Gestalter auftun.
Im Keim Baudialog Zürich erzeugten wir edle metallische Wirkungen. Als Malgrund diente ein Sarna Granol AquaROYAL Modellierputz, (als Besenstrich strukturiert) und metallische Design-Lasuren auf Silikat-Basis. Diese Lasuren eignen sich bestens auch bei Renovationen, Beton und verputzen Aussenisolationen, da sie gering Thermoplastisch sind und somit in Kombination mit Edelputzen weniger verschmutzen.

 

Ob subtile Schlichtheit, oder spektakuläre Raffinesse, Lasuren bannen jedes Auge.

Schichtaufbau mit metallic Effekte

Mineralisch und traditionell ; 10 Gründe, warum Sie auf mineralische Putze setzen sollten

Die mineralischen Fassaden sind uns allen am liebsten. Durch die ständige Weiterentwicklung der Verputzsysteme sind mineralische Fassaden heute wie gestern langlebig und technisch vorteilhaft.

10 Gründe die dafür sprechen:

1. Seit Jahrtausenden bewährt ( Kalk/  Trasskalk / ab  1890 mit Zement )

2 .Ein Baustoff aus der Natur

3. Gesundheitsverträglich

4. Extreme Dauerhaftigkeit und hohe Lebensdauer

5. Sicherster Brandschutz

6. Hohe Wirtschaftlichkeit

7. Selbstreinigend und damit idealer Schutz vor Algen- und Pilzbefall

8. Ideale Außenputzlösung für Aussenisolationen

9. Hohes Gestaltungspotential

10. Durchdachte Nachhaltigkeit

Auf dem Bild: AquaROYAL Kartzputz strukturiert mit Keim’scher Desing-Lasur und Starshines

Kreatives Bauen – Allreal Generalunternehmung und GKS Arichtekten Luzern / Ueb. Rietwies Egg bei Zürich

Massgeschneiderte Edelputze bieten Ihnen viel Raum für Kreativität – egal ob beim Neubau oder der Sanierung oder auf verputzten Aussenisolationen . Es sind die idealen Baustoffe für Fassaden die wirken! Allen Architekten, Generalbauunternehmern und Bauherren eröffnet sich ein fast unbegrenzter Gestaltungsspielraum. Mit unterschiedlichen Farben, Wandstrukturen und Verarbeitungsformen prägen mineralische Putze das einzigartige „Gesicht” eines Gebäudes, eines Raumes – immer zeitlos schön und mit exzellenter Ästhetik. Bei mineralischen Edelputzen sind die Farbpigmente schon unmittelbarer Teil des Baustoffs. Auf diese Weise kommen die warmen, authentischen Farbtöne zustande. Das macht mineralische Putzmörtel so beliebt. Auch in Innenräumen sind mineralische Putze ideale Lösungen. Sie sind ein wichtiges Element einer originellen und funktionalen Oberflächengestaltung und dazu gesundheitlich unbedenklich, weil sie ohne Biodizide und Konservierungsstoffe funktionieren. Die horizontale Besenstrich- Struktur der Oberfläche bei der Überbauung „ Rietweis in Egg“ macht es möglich, dass das einfallende Sonnenlicht reflektiert oder gebrochen wird. So entstehen im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten unterschiedliche, in jedem Fall aber einmalig natürliche Eindrücke ( Licht- Schatten- Spiele, gepaart mit einer sanften kristallin- erscheinenden Lasur ).

Info’s: Rocco Piccinni AG/ Bruno Texeira- Sarna-Granol AG/ Renzo Gregori- Keimfarben/ Lello Dibenedetto

Verführung durch Charisma und Eleganz

Eines der berühmtesten Gebäude der Welt, das weiße Haus in Washington D.C., wurde aus Sandstein gefertigt. Darüber hinaus verwendete man das massive mineralische Material oft im Klassizismus sowie beim Bundeshaus in Bern oder am zürcher Paradeplatz . Das raue Gestein ist bei Bauherren und Architekten außerordentlich beliebt, weil seine natürliche Struktur und Farbgebung viel Offenheit und Wärme ausstrahlen: Sandstein ist authentisch und besitzt dank seiner einzigartigen Oberflächenbeschaffenheit einen ganz eigenen Charme. Daher schmückt er derzeit zunehmend auch private Wohngebäude.
Ob zurückhaltend-dezent oder betont ausdruckstark – dieser Sandstein- Deckputz von Sarna Granol eignet sich für jeden Raum, der uns umgibt. Durch die Farbwahl und die Auftragsweise wird jeder Wand das Besondere verliehen, ganz gleich ob im Büro oder Bad, im Kinderzimmer , Tagungsraum, Treppenhaus oder Fassaden . Die Wandbeschichtung fügt sich in das geplante Ambiente ein und bereichert es mit eigenem charakteristischem Akzent. Sein melierter Verlauf gepaart mit der funkelnden Wirkung der Starshine-Oberfläche bringt glanzvolle und edle Effekte in Raumkonzepte oder auf Fassaden.

  

 

 

Innenansicht eines Bades

Detailaufnahme Bad

Sandstein Farbtöne lose

Nahaufnahme Material

Grundkollektion Sandstein-Deckputz von Sarna Granol

Link zum tech. Merkblatt

http://www.sarna-granol.ch/index.cfm?dolphin=096ec6a5-1143-cd1e-3310-94263a29247d%20&f=3

Die Eleganz der 30′er Jahre

Alles nur Fassade“ lautete das Motto hier an der Mühlenbachstrasse in Thalwil bei der Suche nach dem richtigen Outfit für die Verputzte Aussenisolation wohl nicht. Denn wie Kleider Leute machen, ist die Fassade das Aushängeschild eines jeden Hauses. Anhand der äußeren Wandbekleidung entscheidet sich binnen Sekunden, welchen Eindruck ein Gebäude beim Betrachter hinterlässt: Wirkt es eher gemütlich oder elegant, schlicht oder designorientiert? Mit unterschiedlichen Farben, Materialien und Oberflächenstrukturen stehen Bauherren fast unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten für die Außenfassade zur Verfügung. Auf welchen Fassadentyp die Wahl am Ende fällt, hängt ganz vom persönlichen Geschmack ab. Welche Varianten dabei besonders gefragt sind und welche Trends derzeit vorherrschen, sehen Sie hier auf   ”  l10mm.ch   ” . Interessant ist die Kombination aus der Gründerzeit , Feinputz mit Spritzputz- Einfassungen zu kombinieren. Was fast ein Jahrhundert in Vergessenheit geraten ist, erblickt sich hier in einer neuzeitlichen adretten, reduzierten Eleganz.

Samt-weiche Textur

Besenstrich beim Rigiplatz Zürich

Der noch in plastischer Form vorhandene Putz wurde hierbei nicht mit einer Reibscheibe zugerieben, sondern mit einem Besen (Handbesen, früher Reißigbesen) horizontal zugewischt, die so erhaltene Oberflächenstruktur wird Besenstrich genannt. Die so erhaltene Verputzoberfläche wurde 2-fach mit einer Silicasol Fassadenfarbe ( Thermoplastisch!) gestrichen.